Im Oktober 2025 habe ich meine erste LinkedIn Beitragsreihe veröffentlicht. Hier möchte ich dir davon erzählen, wie diese für mich lief, was ich gelernt habe und warum es sich lohnt, so eine Beitragsreihe umzusetzen.
Ich hoffe, das inspiriert dich, auch mal eine Beitragsreihe zu erstellen. Die muss nicht lang oder ausschweifend sein. 3-5 Posts reichen vollkommen aus. Aber die Effekte sind einfach nicht zu unterschätzen.
Also dann, los geht’s!
Was war der Auslöser?
In meinem Feed sehe ich immer wieder Grafiken oder Slideshows, die ich sagen wir mal „suboptimal“ finde. Ich finde das immer schade, weil man ja doch einiges an Zeit in die Posts steckt und diese dann ihre Wirkung verfehlen.
Mein Ziel war…
… einfache, nachvollziehbare Wege zu zeigen, wie du deine Grafiken für Social Media optimieren kannst.
So bin ich vorgegangen:
Schon länger sammle ich Screenshots von Posts, die mir auffallen und in denen ich Verbessungspotential sehe. Diese versehe ich mit Anmerkungen, was ich ändern würde.
Die Screenshots habe ich analysiert, um Inspiration für neue Posts zu finden. Bei der Analyse haben sich verschiedene Themen immer wiederholt. Diese Themen (Kontrast, Text, Hierarchie, Layout) habe ich als Grundlage für die 4 Posts der Beitragsreihe genommen.
Es gab 1 Ankündigungspost und die 4 Themenposts. Letztere waren Slideshows mit Vorher-Nachher Bildern bzw. anschaulichen Tutorials.
Ich habe die Posts jeweils 1x pro Woche und darum herum noch andere, themenfremde Posts veröffentlicht.
Meine Auswertung:
Das lief gut 🙂
- Die einzelnen Themen für die Posts hatte ich schnell gefunden
- Für 3 von 4 Posts konnte ich Material aus meinen Workshops wiederverwenden. (= Content Recycling)
- Ich habe gleich mehrere Texte oder Slideshows am Stück erstellt und diese dann vorgeplant (=batch creation)
- Durch das vorgegebene Thema war der halbe Redaktionsplan schon gefüllt.
- Dadurch hatte ich an anderer Stelle mehr Zeit und brauchte nur 1 weiteren Post pro Woche erstellen.
- Es gab einen Ankündigungspost, sodass meine Community vorbereitet war.
- Da ich immer die gleiche Titelfolie verwendet habe, musste ich nur das jeweilige Thema ergänzen.

Das lief nicht gut 😐
- Die letzte Slideshow (Thema Layout) war sehr herausfordernd. Ich brauchte 3 Anläufe, habe etliche Folien wieder gelöscht und viel Recherchezeit aufgewendet, bis ich sie fertig hatte.
- Wenn der Perfektionismus zuschlägt und man einen Tag vor Veröffentlichung noch Änderungen am Post vornehmen möchte 🤦♀️
- Aktuelle Events, die der Postingreihe in die Quere kommen (Canva’s neue Funktionen anyone?)
- Ungeduld meinerseits, so lang warten zu müssen, bis ein fertig erstellter Post online geht
- Mehr Zeit auf LinkedIn verbracht als gewollt. (Wer gute Post erstellt, muss auch auf Kommentare reagieren, Netzwerkanfragen bearbeiten und DMs beantworten) – Man sollte nicht unterschätzen, wieviel Zeit Communitymanagement in Anspruch nimmt.
Meine Learnings:
- Wenig Kommentare ungleich wenig Reichweite. Der zweitbeste Post (zum Thema Hierarchie) hatte nur 1 Kommentar, dafür aber gute Reaktionen (Likes usw.) und einige Saves.
- Ein festes Thema über mehrere Wochen macht es einfacher, Posts vorzuplanen und generell zu erstellen. Batch creation for the win!
- Die Zielgruppe zu analysieren (Also was sie konkret machen vs. was sie sagen, dass sie machen) kann sehr aufschlussreich sein.
- Mach mal, was dich interessiert: Wenn keiner in deinem Netzwerk über ein Thema spricht, dann sprich DU als Erste/ Erster drüber.
Die Posts im Überblick
Ankündigungspost (Teil 1)
→ Ankündigungspost auf LinkedIn ansehen
| Likes: 19
Kommentare: 13 Impressionen: 625 Reach: 314
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Grafiken optimieren Teil 2: Kontrast
→ Post 2 (Kontrast) auf LinkedIn ansehen
| Likes: 21
Kommentare: 28 Impressionen: 1.098 Reach: 697 Gespeichert: 4
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Grafiken optimieren Teil 3: Text
→ Post 3 (Text) auf LinkedIn ansehen
| Likes: 38
Kommentare: 29 Impressionen: 2.695 Reach: 1.753 Gespeichert: 16
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Grafiken optimieren Teil 4: Hierarchie
→ Post 4 (Hierarchie) auf LinkedIn ansehen
| Likes: 44
Kommentare: 1 Impressionen: 4.159 Reach: 3.000 Gespeichert: 12
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Grafiken optimieren Teil 5: Layout
→ Post 5 (Layout) auf LinkedIn ansehen
| Likes: 40
Kommentare: 16 Impressionen: 8.278 Reach: 6.171 Gespeichert: 31
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Fazit
Die Beitragsreihe war ein Erfolg. Der Aufwand lohnt sich und einen festen Postingtag und Thema zu haben erleichtert die Contentplanung und -erstellung wirklich ungemein. ABER es bedarf auch mehr Zeit, die man dann für Communitymanagement aufwenden muss, wenn die Posts gut laufen. Das ist dann wieder kontraproduktiv, wenn man (wie ich) weniger Zeit auf LinekdIn verbringen will.




